Regionales Modellprojekt ReKo: Die ersten Pflegebedürftigen werden betreut

Foto (DAK-G, v.l.n.r.) : Univ.-Prof. Dr. phil. Manfred Hülsken-Giesler (Lehrstuhl für Pflegewissenschaft; Universität Osnabrück), Dr. med. Arno Schumacher (Vorstandsvorsitzender Gesundheitsregion  EUREGIO e.V.), Andreas Storm (Vorstandsvorsitzender DAK-Gesundheit), Landrat Uwe Fietzek, Ministerin Dr. Carola Reimann, Dr. Sigrid Kraujuttis (Sozialdezernentin Landkreis Emsland), Gitta Mäulen (Sozialdezernentin Landkreis Grafschaft Bentheim). Es fehlen: Thomas Nerlinger (Geschäftsführer und Projektleiter Modellregion Grafschaft Bentheim/Emsland), Hanna Reurik (Koordinatorin Grafschaft Bentheim), Stefanie Göcken (Koordinatorin Emsland), Milorad Pajovic (Projektleiter DAK-G), Aljona Pfunt (DAK-G).

Pflegekompetenzzentrum von DAK-Gesundheit und Gesundheitsregion EUREGIO startet planmäßig in 2. Phase. Niedersachsens Sozialministerin Reimann informiert sich über den Stand und lobt innovativen Charakter des Projekts.

Das erste Regionale Pflegekompetenzzentrum (ReKo) startet planmäßig in die zweite Phase und nimmt seine Arbeit auf: In dem gemeinsamen Projekt von DAK-Gesundheit, der Universität Osnabrück und Gesundheitsregion EUREGIO werden jetzt die ersten Pflegebedürftigen betreut. Um die optimale individuelle Versorgung kümmern sich fünfzehn Pflege-Expertinnen und -Experten, sogenannte Case Manager. Auch die Angehörigen profitieren von den neuen Strukturen. Seit dem Startschuss im Herbst 2019 wurden die Case Manager geschult, ein regionales Netzwerk von Pflege-Akteuren aufgebaut sowie eine IT-Plattform installiert. Bei einem Besuch in der niedersächsischen Modellregion Landkreis Grafschaft Bentheim/Landkreis Emsland zeigte sich Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann beeindruckt und lobte das große Engagement aller Beteiligten und den innovativen Geist des Projektes. Ziel des ReKo ist, dass bis Anfang 2023 rund 1200 Pflegebedürftige und ihre Familien vom ReKo profitieren. DasProjekt wird mit zehn Millionen Euro vom Innovationsfonds der Bundesregierung gefördert.

Ministerin Carola Reimann: „Digitale Projekte haben ein großes Potenzial, die Strukturen in der Pflege nachhaltig und strukturell zu verbessern. Ganz wichtig ist dabei aber immer, dass der menschlicheAspekt nicht zu kurz kommt, denn gerade die Pflege ist vor allem ein Dienst von Menschen an Menschen. In diesem innovativen Projekt verbinden sich dank des großen Engagements aller Beteiligten beide Aspekte zum Wohle der Pflegebedürftigen, ihrer Angehörigen, aber auch der Beschäftigten.“

„Qualität der Pflege steht im Mittelpunkt“
Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, sagt:„Herzstück des Regionalen Pflegekompetenzzentrums sind die Case Manager. Alle Pflegeleistungen für eine Person sind bei ihnen gebündelt -Leuchtturmprojekt und ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Pflege.“

Grundlage vernetzter Arbeit: neue IT-Plattform
Die vor Ort bei den beteiligten Kooperationspartnern dezentral tätigen Case Manager haben eine zentrale Rolle im ReKo, weil eine professionelle Organisation von Leistungen, Terminen und Schnittstellen die Lebensqualität von Pflegebedürftigen erhöht. Als Grundlage dieser vernetzten Arbeit wurde eine neue, sektorenübergreifende IT-Plattform geschaffen. Hier laufen alle für die Pflege einer Person relevanten Informationen zusammen. Sozialdienste, Senioren- und Pflegestützpunkte, Ärzte, Pflegeheime und -dienste oder Caterer können sich vernetzen und zum Beispiel wichtige Dokumente austauschen.

Auch pflegende Angehörige haben Zugriff auf die Plattform und finden umfangreiche regionale Informationen zur Pflege an einer Stelle. Als weitere Unterstützung werden in den kommenden Monaten Angehörige bei Bedarf mit Tablets ausgestattet. Die Case Manager sind die direkten Ansprechpartner für Pflegebedürftige und deren Angehörige, sie planen die Pflege und koordinieren die Zusammenarbeit aller Beteiligten.

„Ein Erfolg für die Menschen in unserer Region“
Thomas Nerlinger, Geschäftsführer und Projektleiter der Gesundheitsregion EUREGIO, sagt: „Mit dem Start der Arbeit der Case Manager zahlt sich die lange und vertrauensvolle Vorarbeit nun aus. Ich bin sicher, dass wir unser Projekt ReKo gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern wie Landkreisen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen zu einem großen Erfolg für die Menschen in unserer Region führen. Hoffentlich macht das Konzept Schule, sodass auch andere Teile Deutschlands von der Idee profitieren.“

Ziel des Projekts: 1200 Teilnehmer bis 2023
Derzeit werden für das Projekt Teilnehmer ausgewählt. Bis Ende 2020 sollen 200 Menschen, die aktuell oder in Zukunft auf Pflege angewiesen sind, im Rahmen des ReKo betreut werden. Bis Anfang 2023 werden 1200 angestrebt. Um das Projekt wissenschaftlich auswerten zu können, werden alle Probanden gebeten, einen Evaluationsbogen auszufüllen.

Informationen zum Konzept der regionalen Pflegekompetenzzentren gibt es online auf der Website www.rekopflege.de. Zur Gesundheitsregion EUREGIO e.V. gibt es unter www.gesundheitsregion-euregio.eu nähere Informationen.

Die DAK-Gesundheit ist Konsortialführerin des Projekts ReKo. Konsortialpartner sind die Gesundheitsregion EUREGIO e.V. und die Universität Osnabrück. Darüber hinaus beteiligen sich zahlreiche Kooperationspartner. Der Innovationsfonds wurde 2016 von der Bundesregierung geschaffen, um neue Versorgungsformen und Forschungsprojekte zu fördern.

Quelle: https://www.dak.de/dak/bundesthemen/regionales-kompetenzzentrum-2325004.html

Pressespiegel:

2020-09-07 Ärzte Zeitung

2020-09-07 Landkreis Grafschaft Bentheim

2020-09-10 Landkreis Emsland

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