Mitglieder-Visite am 14.10.2015 im Meppener Krankenhaus Ludmillenstift im Emsland


Nach einem Empfang begrüßten Dr. Arno Schumacher (Vorsitzender) und Thomas Nerlinger (Geschäftsführer, Projektleiter Dorfgemeinschaft 2.0) die Mitglieder und Gäste im Hotel von Euch.

Anschließend stellte Verwaltungsdirektor Wilhelm
Wolken – ebenfalls Mitglied der Gesundheitsregion EUREGIO – die aktuelle Entwicklung im Krankenhaus Ludmillenst
ift eindrucksvoll vor. Das Ludmillenstift investiert insgesamt 40 Millionen in Neu-, Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen. „Ziel ist es vor allem, Platz zu schaffen, da durch den Ausbau des Leistungsspektrums des Krankenhauses die Zahl der Patienten in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat und hier entsprechende Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden müssen“, so Verwaltungsdirektor Wilhelm Wolken.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Visite waren die gesundheitlichen Aspekte der aktuellen Flüchtlingssituation in Europa. Rinke van den Brink stellte als niederländischen Autor und Medizinjournalist bei „NOS“ – öffentlich-rechtlicher Fernsehsender in den Niederlanden – in seinem Vortrag „Die Flüchtlingsbewegung als neue Völkerwanderung – was bedeutet das für Infektionsrisiken und Infektionsschutz?“ erstmalig seine Rechercheergebnisse vor. Dabei berichtete er aus dem Buch „Das Ende der Antibiotika – Sieg der Bakterien über ein Allheilmittel“, in dem Prof. Dr. Alexander W. Friedrich, Projektleiter EurSafety Health-net und Mitglied der Gesundheitsregion EUREGIO, in seinem Vorwort auf die wichtige Bedeutung hinwies.


Das Thema ist aktueller denn je: Auf dem Bund-Länder-Gipfel zur Flüchtlingskrise hatte das Bundeskabinett ein umfangreiches Gesetzespaket mit Änderungen im Asylrecht beschlossen. Mitte Oktober wurde es in Parlament und Länderkammer beschlossen und soll am 1. November in Kraft treten. Pro Flüchtling und Monat will der Bund Kosten von 670 Euro vom Tag der Erstregistrierung bis zum Abschluss des Asylverfahrens zahlen (geschätzte 3,5 Mrd. Euro). Hiervon betroffen ist auch eine geplante Verbesserung der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen.

Fotos: Franz Frieling

 

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