Herbst-Visite der Gesundheitsregion EUREGIO: zu Gast bei Rosink – wo individuelle Lösungen entstehen

Nordhorn, 24. September 2026. Rund 40 Mitglieder der Gesundheitsregion EUREGIO kamen zur diesjährigen Herbst-Visite bei der Firma Rosink in Nordhorn zusammen. Bei der Visite erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen besonderen Einblick in die Arbeit des Nordhorner Unternehmens. Neben dem persönlichen Austausch stand vor allem die Frage im Mittelpunkt, welche Möglichkeiten sich aus der Verbindung von Handwerk, individueller Planung und dem Gesundheitswesen ergeben.

Zum Auftakt begrüßte Michael Weßling von der Gesundheitsregion EUREGIO die anwesenden Mitglieder und Gäste und bedankte sich bei Rosink für die Ausrichtung der Herbst-Visite. Gleichzeitig würdigte er die langjährige Verbundenheit des Unternehmens zur Gesundheitsregion durch Geschäftsführer Jan Lucas Veddeler: Rosink gehört zu den Gründungsmitgliedern der ersten Stunde und begleitet das Netzwerk damit bereits seit 2011. Jan Lucas Veddeler ergänzte dies mit einer charmanten Anekdote zur Gründung der Gesundheitsregion im Nino Hochbau, zu der er zugegebenermaßen eher zufällig gestoßen war.

Rosinks Geschäftsführer Dirk Brandt stellte anschließend das Unternehmen und seine Entwicklung vor. Sie beschäftigen derzeit rund 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon sind 23 im kaufmännischen und technischen Bereich tätig, während 42 Beschäftigte in Produktion und Montage arbeiten. Auf rund 4.500 Quadratmetern Produktionsfläche und weiteren 1.200 Quadratmetern Bürofläche entstehen individuelle Lösungen für unterschiedliche Kunden und Einsatzbereiche.

Wie vielseitig das Leistungsspektrum ist, wurde anhand verschiedener Projekte deutlich. Brandt stellte unter anderem Arbeiten für die Fielmann-Zentrale sowie für OTTO GOeast vor. Einen besonderen Schwerpunkt bildeten jedoch die Projekte im Gesundheitswesen.

Individuelle Lösungen für Arztpraxen

Wie eng die Zusammenarbeit zwischen Rosink und seinen Kunden funktionieren kann, wurde am Beispiel der Praxis für Gefäßchirurgie von Dr. Al-Odeh in Nordhorn deutlich. Gemeinsam mit Projektleiter Thomas Gosink und Dr. Al-Odeh berichtete Dirk Brandt anhand von Bildern über den Umbau der Praxis im Sommer 2024, der innerhalb von nur vier Wochen umgesetzt wurde.

Dabei übernahm Rosink nicht nur die komplette Erneuerung der Praxiseinrichtung, sondern realisierte das gesamte Projekt als Generalunternehmer (GU). Vom Abbruch über neue Wände und Decken in Trockenbauweise einschließlich der Elektroarbeiten bis hin zu Bodenbelägen und Malerarbeiten wurden sämtliche Gewerke durch Rosink koordiniert und umgesetzt. Zum Leistungsumfang gehörten außerdem der Empfangstresen, Schrankanlagen, Arbeits- und Behandlungsräume, eine Teeküche sowie die Wartezone. Auch individuelle Wandverkleidungen im OP-Bereich wurden passgenau realisiert.

Sowohl Dr. Al-Odeh als auch Thomas Gosink betonten die gute Zusammenarbeit während des Projekts. Gerade bei einem Umbau, der innerhalb eines engen Zeitfensters abgeschlossen werden müsse, seien eine genaue Abstimmung, verlässliche Planung und kurze Kommunikationswege entscheidend. Die Umsetzung sämtlicher Gewerke aus einer Hand habe dabei wesentlich zu einem reibungslosen Ablauf beigetragen. Beide Seiten zeigten sich mit dem Ergebnis und dem Verlauf des Projekts sehr zufrieden, sodass die Praxis nach nur vier Wochen Umbauzeit reibungslos eröffnen konnte.

Dass Rosink auch größere Projekte im Gesundheitswesen realisiert, zeigte anschließend das Beispiel des Evangelischen Klinikums Bethel in Bielefeld. Für den Großkunden wurden unter anderem Patientenschränke, Empfangstresen, Spielecken, Spülzeilen, Wickeltische, Nachttische, Wandschutz und Fensterbänke gefertigt. Die unterschiedlichen Anforderungen zeigen, dass individuelle Lösungen für medizinische Einrichtungen einen festen Bestandteil des Leistungsspektrums von ROSINK bilden.

Bei einem anschließenden Rundgang durch die Werkshalle konnten sich die Mitglieder selbst ein Bild von den Produktions- und Montageabläufen machen. Besonders interessant war dabei, dass Mitarbeiter aus der Produktion extra länger geblieben waren, um den Rundgang zu begleiten und uns einen direkten Einblick in die laufenden Prozesse zu ermöglichen. Dabei wurde deutlich, wie aus den zuvor präsentierten Planungen konkrete Produkte und Einrichtungen entstehen. Zudem beeindruckte der hohe Digitalisierungsgrad bei Rosink: Die Produktions- und Arbeitsabläufe sind durchgängig digitalisiert und miteinander verknüpft, wodurch Prozesse effizient und transparent gesteuert werden können.

Einblick in ein neues Verkaufskonzept

Einen weiteren Blick über den klassischen Gesundheitsbereich hinaus ermöglichte die Vorstellung von VENO durch Dennis Schröder. VENO ist ein Großhandels- und Dienstleistungsunternehmen für den Fachhandel rund um Nähen, Handarbeit, Wolle, Stoffe und Kurzwaren.

Schröder präsentierte unter anderem den neuen Co-Knot-Automaten, der künftig als zusätzliche Verkaufslösung angeboten werden soll. Der Automat soll Kundinnen und Kunden dazu animieren, selbst kreativ zu werden und den Einstieg in die Do-it-yourself-Welt zu erleichtern. Der erste Automat wird bald in der Fachklinik Bad Bentheim ausgestellt.

Im Anschluss richtete Jan Lucas Veddeler das Wort an die Mitglieder und gab einen Einblick in die Vergangenheit und Entwicklung von VENO und Rosink. Dabei betonte er insbesondere die Bedeutung der Zusammenarbeit innerhalb eines Teams. Das Engagement und der gemeinsame Einsatz der Mitarbeiter seien ein wesentlicher Faktor für die Weiterentwicklung der Unternehmen und haben maßgeblich dazu beigetragen, notwendige Veränderungen anzustoßen und gemeinsam voranzutreiben.

Nach den fachlichen Programmpunkten klang die Herbst-Visite bei einem gemeinsamen Imbiss und persönlichen Gesprächen aus. Für die Mitglieder und Gäste der Gesundheitsregion bot der Nachmittag damit nicht nur einen interessanten Einblick in ein traditionsreiches Nordhorner Unternehmen, sondern auch zahlreiche Anknüpfungspunkte für den Austausch zwischen Gesundheitswesen, Wirtschaft und regionalem Netzwerk.

Bilder von unserem Ehrenmitglied Franz Frieling: