Am 18. Juni 2026 feierte die Gesundheitsregion EUREGIO ihr 15-jähriges Bestehen im Kloster Frenswegen in Nordhorn. Rund 90 Gäste aus Gesundheitswesen, Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung folgten der Einladung, um gemeinsam auf die Entwicklung des Vereins zurückzublicken und Perspektiven für die Zukunft zu diskutieren. Bereits vor dem offiziellen Programm bot der Innenhof des Klosters bei bestem Sommerwetter Gelegenheit für Gespräche, Begegnungen und intensives Netzwerken.
Musikalisch begleitet von Chanaja Schulz begann die Feierstunde in der Kapelle des Klosters mit der Begrüßung durch den Vorsitzenden Dr. Arno Schumacher, einer Andacht von Pastor Reiner Rohloff sowie der Festrede von Dr. Georg Kippels, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Gesundheit.
Dr. Arno Schumacher blickt auf 15 Jahre Vereinsgeschichte zurück
In seiner Begrüßung erinnerte Vorstandsvorsitzender Dr. Arno Schumacher an die Entwicklung der Gesundheitsregion EUREGIO seit ihrer Gründung im Jahr 2011. Aus einer Initiative von rund 30 Mitgliedern sei in den vergangenen 15 Jahren ein starkes Netzwerk mit heute über 180 Mitgliedern entstanden. Sein besonderer Dank galt den zahlreichen ehrenamtlich Engagierten in Vorstand, Beirat, Arbeitskreisen und Geschäftsführung, die den Verein über viele Jahre getragen und weiterentwickelt haben. Dabei hob er die Bedeutung des Ehrenamtes für die Gesellschaft hervor: „Das Ehrenamt ist ein wichtiger Teil des Fundamentes unserer Gesellschaft und stärkt Zusammenhalt und Demokratie.“
Anhand zahlreicher Beispiele aus der Vereinsgeschichte zeigte Schumacher die Vielfalt der Vereinsarbeit auf. Rund 58 „Visiten“ führten Mitglieder und Gäste zu Unternehmen, Kliniken, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und innovativen Projekten in der gesamten Region. Im Mittelpunkt standen dabei stets Austausch, Wissenstransfer und die Vernetzung unterschiedlicher Akteure. „Visiten bedeuten für uns Begegnung, Austausch und die Möglichkeit, voneinander zu lernen“, fasste Schumacher die Grundidee vieler Veranstaltungen zusammen.
Zu den Höhepunkten der vergangenen Jahre zählten grenzüberschreitende Projekte mit niederländischen Partnern, Veranstaltungen zur Krankenhausreform, politische Gespräche auf Landes- und Bundesebene sowie die Begleitung innovativer Projekte wie des Regionalen Pflegekompetenzzentrums (ReKo). Gleichzeitig richtete Schumacher den Blick nach vorne. Künftig sollen insbesondere die Themen Bildung, Fachkräftesicherung, innovative Versorgungsformen und die Stärkung regionaler Netzwerke stärker in den Fokus rücken. „Wir möchten Menschen motivieren, Zukunft mitzugestalten und neue Bildungs- und Gesundheitskonzepte gemeinsam voranzubringen“, betonte er.
Ein besonderer Moment der Jubiläumsfeier war die Bekanntgabe, dass Prof. Dr. Alex Friedrich, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Münster, ab dem 1. Juli 2026 den Vorsitz des Beirats übernehmen wird. Damit setzt die Gesundheitsregion EUREGIO ihren Weg fort, hochkarätige Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Gesundheitswesen für die Weiterentwicklung des Netzwerkes zu gewinnen.
Andacht von Pastor Reiner Rohloff
Pastor Reiner Rohloff stellte seine Gedanken unter die Themen Gemeinschaft, Dankbarkeit und Bildung. Er würdigte die Gesundheitsregion EUREGIO als Ort der Begegnung und des Dialogs, an dem Menschen unterschiedlicher Professionen und Perspektiven miteinander ins Gespräch kommen. Gerade im Gesundheitswesen seien Aufmerksamkeit, Wertschätzung und das bewusste Wahrnehmen des Gegenübers von besonderer Bedeutung.
Mit Blick auf die Zukunft hob Rohloff die Rolle von Bildung und Resilienz hervor. Bildung bedeute nicht nur Wissensvermittlung, sondern auch die Fähigkeit, gesellschaftliche Herausforderungen gemeinsam und verantwortungsvoll zu gestalten. Sein Dank galt allen, die sich beruflich oder ehrenamtlich für das Wohl anderer Menschen einsetzen.
Dr. Georg Kippels würdigt die Gesundheitsregion als Vorbild
In seiner Festrede gratulierte der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Gesundheit, Dr. Georg Kippels, der Gesundheitsregion EUREGIO zu ihrem 15-jährigen Bestehen. Er bezeichnete die Organisation als beispielhaft für gelungene grenzüberschreitende Zusammenarbeit und betonte die besondere Bedeutung von Netzwerken in Grenzregionen. „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist weit mehr als ein politisches Ideal – sie schafft konkrete Mehrwerte für die Menschen vor Ort.“
Kippels hob hervor, dass es der Gesundheitsregion EUREGIO gelungen sei, Akteure aus Medizin, Pflege, Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik dauerhaft miteinander zu verbinden. Gerade angesichts des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und der Digitalisierung seien solche Kooperationen unverzichtbar. „Die Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nicht im Alleingang lösen, sondern nur durch starke Netzwerke und gemeinsames Handeln“, erklärte er.
Besonders würdigte er das Regionale Pflegekompetenzzentrum (ReKo), das beispielhaft zeige, wie sektorenübergreifende Versorgung und Vernetzung in der Praxis funktionieren können. Die dort gewonnenen Erfahrungen hätten aus seiner Sicht Vorbildcharakter für die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung weit über die Region hinaus. „Sie zeigen seit 15 Jahren, wie Innovationen aus der Praxis entstehen und den Menschen unmittelbar zugutekommen können“, so Kippels.
Ausklang
Im Anschluss an das offizielle Programm kamen die Gäste im Festsaal des Klosters Frenswegen zu einem mehrgängigen Menü mit begleitender Weinverkostung zusammen. Die festliche Atmosphäre bot Gelegenheit für zahlreiche Gespräche und einen intensiven Austausch zwischen Mitgliedern und Gästen.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Siegerehrung des Fotowettbewerbs. Den ersten Platz belegte die Laufgruppe der Wilfried-Jeurink-Stiftung. Auf Platz zwei folgte Dr. med. Jochen Hermeling. Den dritten Platz teilten sich Christoph Meier und Dr. Lars Roman Herda.
Viele Gäste nutzten zudem die Gelegenheit, sich eine Präsentation mit Bildern aus vergangenen Visiten, Vorstandssitzungen und Veranstaltungen anzusehen. Die Aufnahmen erinnerten an zahlreiche Begegnungen, Projekte und Entwicklungen der vergangenen 15 Jahre und machten sichtbar, wie sich die Gesundheitsregion EUREGIO seit ihrer Gründung kontinuierlich weiterentwickelt hat.
Die Jubiläumsfeier zeigte eindrucksvoll, was die Gesundheitsregion EUREGIO seit 15 Jahren ausmacht: Menschen und Institutionen miteinander zu verbinden, neue Ideen aufzugreifen, Wissen auszutauschen und gemeinsame Lösungen für die Herausforderungen im Gesundheitswesen zu entwickeln. Aus einer Initiative engagierter Akteure ist ein starkes Netzwerk entstanden, das die Gesundheitsversorgung und die Zusammenarbeit in der Region nachhaltig prägt und auch künftig wichtige Impulse setzen wird.
Bilder von unserem Ehrenmitglied Franz Frieling:














































































