Modern, regional, zukunftsorientiert: Frühlingsvisite im neuen MAZ in Nordhorn

EUREGIO-KLINIK setzt mit neuem MAZ auf moderne Versorgung

Am Donnerstag, den 07. Mai 2026, fand im neuen Medizinisch-Ambulanten Zentrum (MAZ) der Gesundheitsregion EUREGIO die diesjährige Frühlingsvisite statt. Zahlreiche Gäste aus dem Gesundheitswesen sowie Vertreter regionaler Einrichtungen nutzten die Gelegenheit, sich über die Entwicklung der regionalen Gesundheitsversorgung und die Zukunft des neuen MAZ zu informieren.

Zum Auftakt begrüßte Dr. Arno Schumacher (Vorstandsvorsitzender – Gesundheitsregion EUREGIO) die Teilnehmenden und blickte auf die Geschichte der Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen in der Region zurück. Dabei spannte er den Bogen von den früheren Einrichtungen in Ankum und Thuine über das Bonifatius Hospital in Lingen und das Ludmillenstift in Meppen bis hin zur Entwicklung des heutigen Klinikstandortes in der Grafschaft Bentheim. Besonders hervorgehoben wurden die zunehmenden Kooperationen der vergangenen Jahrzehnte sowie die Fusion der beiden regionalen Krankenhäuser. Aus dem Zusammenschluss des Grafschafter Klinikums und des Marienkrankenhauses entstand im Jahr 2007 schließlich die heutige EUREGIO-KLINIK. Heute ist die EUREGIO-KLINIK als großes, zukunftsorientiertes Krankenhaus ein zentraler Versorger für die Menschen der Region.

Im Anschluss stellte Michael Kamp (Geschäftsführer – EUREGIO-KLINIK) das neue Medizinisch-Ambulante Zentrum „MAZ“ vor. Das MAZ stärkt die sektorenübergreifende Versorgung und verbindet ambulante Angebote, Verwaltung und medizinische Dienstleistungen an einem zentralen Standort. Durch kurze Wege und eine verbesserte Erreichbarkeit profitieren sowohl Patientinnen und Patienten als auch Mitarbeitende von optimierten Abläufen. Moderne Räumlichkeiten, die gemeinsame Nutzung von Medizintechnik sowie hohe medizinische Sicherheitsstandards schaffen effiziente Strukturen für die Gesundheitsversorgung. Zudem unterstützt das MAZ die Umsetzung der Krankenhaus- und Notfallreform, bietet attraktive Möglichkeiten für Weiterbildung und ergänzt das Versorgungsangebot durch die neue Euregio-Apotheke. Hierbei wurden unter anderem die neuen Veranstaltungs- und Konferenzräume „Marien“ und „Albert Schweitzer“ präsentiert, die gemeinsam den großen Raum „EUREGIO“ bilden. Zudem gab Kamp einen Überblick über Zahlen, Daten und Fakten der Klinik. Die EUREGIO-KLINIK verfügt derzeit über 522 Planbetten, behandelt jährlich rund 20.000 stationäre sowie etwa 100.000 ambulante Fälle und beschäftigt rund 1.700 Mitarbeitende.

Ein weiterer Schwerpunkt war die aktuelle Krankenhausreform und deren Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung. Kamp erläuterte die Herausforderungen der Ambulantisierung sowie die zunehmenden finanziellen Belastungen der Krankenhäuser. Ziel müsse es sein, die Gesundheitsversorgung zukunftsfähig zu gestalten und gleichzeitig bürokratische Hürden zu reduzieren.

Anschließend stellte Karin Ammeling die neue Euregio-Apotheke vor. Sie berichtete über die gemeinsame Entwicklung des MAZ seit dem Abschluss des Mietvertrags und sprach über die aktuellen Herausforderungen öffentlicher Apotheken. Trotz der schwierigen Lage im Apothekenwesen habe man in dem neuen Standort große Chancen für eine moderne und regionale Versorgung gesehen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Digitalisierung im Gesundheitswesen derzeit noch nicht immer reibungslos funktioniert. So erhalten Patientinnen und Patienten in den MVZ zwar bereits ihre Rezepte als E-Rezept, jedoch sind diese beim Eintreffen in der Euregio-Apotheke nicht immer sofort im System verfügbar. Dadurch kommt es derzeit vereinzelt zu kurzen Wartezeiten..

David Korte von GMP Projekte präsentierte anschließend die baulichen und nachhaltigen Aspekte des neuen Gebäudes. Ursprünglich sei ein Modulbau angedacht gewesen, letztlich habe man sich jedoch bewusst für eine langfristige und nachhaltige Lösung entschieden. Im Mittelpunkt standen dabei energieeffiziente Strukturen, die Nutzung vorhandener Infrastruktur sowie das Ziel, möglichst ressourcenschonend und wirtschaftlich zu arbeiten. Besonders hervorgehoben wurde die hohe Nachhaltigkeitsbewertung des Gebäudes nach DGNB-Standard.

Zum Abschluss betonte Michael Kamp erneut die Bedeutung einer Entbürokratisierung im Gesundheitswesen. Der Verwaltungsaufwand nehme zunehmend zu und erschwere es, die Motivation der Mitarbeitenden dauerhaft hochzuhalten. Hier sei die Politik gefordert, mutige Entscheidungen zu treffen und bestehende Strukturen zu überdenken.

Im Anschluss an die Vorträge erhielten die Gäste bei Führungen durch das neue MAZ einen direkten Eindruck der modernen Räumlichkeiten und der zukünftigen ambulanten Versorgungsstrukturen. Die Veranstaltung klang bei einem gemeinsamen Imbiss in angenehmer Atmosphäre aus.

Bilder von unserem Ehrenmitglied Franz Frieling: